Der branchenspezifische Ansatz zur Förderung und Stärkung des dualen Studiums in Hessen soll, die Zielsetzung des Landes Hessen (vertreten durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium), die Attraktivität des Wirtschafts- und Bildungsstandortes Hessen im nationalen und internationalen Wettbewerb zu stärken und erfolgreich auszubauen, unterstützen.
Diese Zielsetzung zeigt, dass bei der Durchführung dieses Projekts, die Umwelt und somit Angebote zur Qualifikation außerhalb Hessens ebenfalls berücksichtigt werden müssen. Dies wird klar, wenn man bedenkt, dass Hessen sowohl mit anderen deutschen Bundesländern als auch mit dem europäischen Ausland im Wettbewerb um die Ansiedelung von Unternehmen steht. Ein wesentlicher Standortfaktor, dessen Bedeutung in Zukunft weiter zunimmt, ist die Qualifikation der Mitarbeiter und Möglichkeiten diese zu erhöhen. Das duale Studium stellt hierbei einen zentralen Baustein dar.
Um sicherzustellen, dass das hessische Angebot im Bereich des dualen Studiums im Vergleich zu dem anderer Standorten wettbewerbsfähig ist, ist es notwendig, vergleichbare Angebote im relevanten In- und Ausland systematisch auf ihre Stärken und Schwächen hin zu analysieren und einen Übertrag von passenden Elementen auf das Angebot des dualen Studiums in Hessen zu prüfen.
In diesem Zusammenhang sind zwei Untersuchungsstränge zu unterscheiden:
- In einem ersten Schritt ist es sinnvoll, vergleichbare duale Studienangebote, insbesondere in anderen deutschen Bundesländern, zu untersuchen und hier Aussagen über deren Erfolgsfaktoren zu treffen. Diese Untersuchung geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Einbindung der Unternehmen in die dualen Studien und mit besonderer Beachtung von Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des dualen Studiums aus Unternehmenssicht.
- Im nächsten Schritt sollten europaweit existierende Angebote, die eine berufsintegrierte Ausbildung ermöglichen untersucht werden. Hier sollen im Besonderen auch solche Modelle untersucht werden, die von international tätigen Firmen unternehmensspezifisch etabliert werden, da es keine alternativen Programme der berufsintegrierten Ausbildung/Studium von staatlicher Seite gibt.
Diese durchgeführten Untersuchungen erlauben es fundierte Aussagen über Erfolgsfaktoren vergleichbarer Angebote zu treffen. Unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen Hessens lassen sich dann Best Practice Elemente in den branchenspezifischen Ansatz übernehmen.

